Zwei Leben – Nachdenken über Identität

Schulbänke, eine Tafel, ein Kreuz und ein Mädchen. Else wartet am Fenster. Der Gesangslehrer tritt herein, fragt nach ihrem Lieblingslied und sie singen: „Die Gedanken sind frei …” — Schnitt — Ein Tisch, ein Pflegebett, ein Kreuz … sonst niemand. Frau Gedeck ist weg, unterwegs, auf der Suche nach ihrem Lehrer. An der Rezeption findet sie ihn. Doch der Pfleger weist die Anrede zurück, er sei nicht der Lehrer. Es folgt ein kurzer „kollegialer” Impuls über „Was gehört eigentlich zu guter Pflege”. Dann sieht man den Chor des Pflegeheims. Alle warten auf den Leiter. Ein Platz, ganz links, ist noch frei. Der Gesangslehrer tritt ein. Frau Gedeck wird gebeten, ihren Platz einzunehmen. Keine Reaktion. Und dann: „Else, setzt Du Dich bitte zu den anderen?” — Schnitt — Gemeinsam singen alle: „Die Gedanken sind frei …”

In fünf Minuten wirft Alexander Löwen in seinem Kurzfilm elementare Fragen nach Identität auf. Wer sind wir? Was macht uns aus? Gibt es einen Wesenskern? Oder muss sich Identität ider Ich immer wieder neu erarbeitet werden? Und kann man Menschen darin unterstützen?

 

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