Kazuo Ishiguro: „Alles, was wir geben mussten“

What if? Wie wäre die Welt, wenn viele Krankheiten heilbar wären? Weil Menschen nicht nur ihren eigenen Körper, sondern einen Klon in Reserve hätten? Stammzellforschung und Therapeutisches Klonen lassen beides nicht als eine ferne Zukunftsvision erscheinen. Der Nobelpreisträger Kazuo Ishiguro bietet mit seinem Roman „Alles, was wir geben mussten“ (Never Let Me Go, 2005) eine alternative Gegenwart an, in der Klone aufgezogen werden, um als Kopien das Leben ihrer „Originale” zu sichern.

Das Buch könnte fächerübergreifend (Englisch, Biologie) gelesen und besprochen werden.

Für den Religionsunterricht bedeutsam ist die Frage: „Darf menschliches Leben erzeugt werden, um anderes menschliches Leben zu retten?“ Neben der „Ethik“ werden hier die Kompetenzbereiche „Gott“ und „Mensch“ angesprochen. Darf der Mensch als Geschöpf alles, was er kann? Der Mensch schafft ständig Neues. Wo sind die Grenzen im Verhältnis zu Gott und zum Mitgeschöpf zu setzen? Wer handelt sie aus in einer globalisierten Welt? Welche menschlichen Potenziale sollten zur Lebensverbesserung der Menschheit eingesetzt werden, welche führen zu einer Selbstermächtigung, die die systemische Risikofolgenabschätzung und eine Orientierung an gemeinsamen Werten zunehmend verlässt?

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